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Unda maris 8' - schwebende Klangfarbe

Mit einer Unda maris 8′ könnte das neue Positiv um eine ganz besondere Klangfarbe bereichert werden, die über die bisherige Planung hinausgeht.

Die Unda maris 8′ („Meereswelle“) ist ein schwebendes und besonders farbenreiches Orgelregister. In der hier vorgesehenen Ausführung besteht es aus Metallpfeifen mit weiter Mensur, wodurch ein weicher, voller und eher grundtöniger Klang entsteht.

Seinen charakteristischen Reiz entfaltet das Register im Zusammenspiel mit einem zweiten 8′-Register: Die Unda maris wird leicht abweichend gestimmt, sodass zwischen beiden Pfeifenreihen feine Schwebungen entstehen. Der Ton scheint dadurch sanft zu pulsieren – daher der bildhafte Name „Meereswelle“.

Klanglich eignet sich die Unda maris besonders für ruhige, meditative und atmosphärische Musik. Sie erweitert die Orgel um eine sehr feine Klangfarbe, die sowohl in romantischer Musik als auch in moderneren Werken reizvoll eingesetzt werden kann.

Fagott 16' - Charakter und Kontur im Pedal

Das Fagott 16′ ist aktuell im Pedal nicht vorgesehen. Eine klanglich besonders interessante Ergänzung wäre daher ein solches Register in 16′-Lage.

Das Fagott 16′ gehört zu den Zungenregistern. Anders als bei den meisten Orgelpfeifen entsteht der Ton durch eine schwingende Metallzunge. Dadurch erhält das Register seinen charakteristischen, etwas herben und markanten Klang, der an ein Fagott erinnert.

Im Pedal würde das Fagott 16′ dem tiefen Fundament der Orgel eine neue Klangfarbe und deutlich mehr Kontur verleihen. Während gedeckte oder offene 16′-Register vor allem für Fülle und Grundierung sorgen, bringt das Fagott zusätzlich Präsenz und Zeichnung in die Basslinie.

Es kann sowohl solistisch eingesetzt werden als auch andere Pedalregister ergänzen. Besonders in kräftigeren Registrierungen sorgt es dafür, dass das Pedal klar und charaktervoll hörbar bleibt, ohne allein durch größere Lautstärke wirken zu müssen.

Das Fagott 16′ wäre damit eine wertvolle Erweiterung des Pedals: mehr Charakter, mehr klangliche Vielfalt und eine prägnante Stimme für das Bassfundament der Orgel.

Gedackt 16' - das klangliche Fundament

Das neue Schwellwerk ist aktuell ohne ein eigenes 16′-Register geplant. Eine besonders wertvolle Ergänzung wäre daher ein Gedackt 16′ aus Holz.

Beim Schwellwerk macht ein eigenes 16′-Grundregister einen deutlich wahrnehmbaren Unterschied:

Ohne Gedackt 16′: Das klangliche Fundament des Schwellwerks beginnt bei 8′. Der Klang kann vollständig und ausgewogen sein, besitzt aber in der Tiefe weniger eigenes Gewicht. Besonders bei größeren Registrierungen fehlt dem Schwellwerk eine zusätzliche tiefe Grundierung.

Mit Gedackt 16′: Das Schwellwerk erhält eine eigene 16′-Basis. Das Gedackt legt gewissermaßen ein weiches, tiefes Klangfundament unter die übrigen Register. Dadurch wirken 8′-, 4′- und höhere Stimmen voller, wärmer und räumlich größer. Gerade weil ein Gedackt vergleichsweise weich und grundtönig klingt, entsteht diese zusätzliche Tiefe, ohne dass das Register dominant hervortritt.

Die Bereicherung liegt also weniger in einer spektakulären neuen Klangfarbe als in der größeren klanglichen Dimension des gesamten Schwellwerks: mehr Tiefe, mehr Wärme und mehr Fundament. Durch den Schwellkasten lässt sich dieses tiefe Klangfundament zudem gemeinsam mit den übrigen Stimmen dynamisch formen.